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Medienmitteilung vom 13. April 2017

Die Schonfrist ist vorbei. Der zweite Nationale Aktionsplan muss konkrete Verbesserungen bringen.

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Ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Diskriminierung von Sexarbeiter_innen.

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Impressionen zur ausgebuchten Fachtagung vom 20. März in Bern

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Menschenhandel und Asyl: Problemlage, Handlungsbedarf, Tagung am 20. März in Bern


Beratungsstelle für Migrantinnen

Wie berät die FIZ Sexarbeiterinnen?

NZZ vom 11. Februar

Sexarbeit: diverse Artikel zur aktuellen Situation

Fall Maria* - Stand der Dinge

Fall Maria* - Stand der Dinge


Medienmitteilung der FIZ

Die Schonfrist ist vorbei. Der zweite Nationale Aktionsplan muss konkrete Verbesserungen bringen. Der erste Aktionsplan war wenig erfolgreich.
 
Betrifft den Nationalen Aktionsplan gegen Menschenhandel 2017-202, genehmigt vom EJPD am 8.9.2016, verabschiedet vom Steuerungsorgan der KSMM am 30.11.2016
 
Erster NAP hat keine Verbesserung im Opferschutz gebracht
Die FIZ Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration steht der Einsetzung eines neuen Nationalen Aktionsplans gegen Menschenhandel (NAP) kritisch gegenüber, denn bisher fehlt eine sorgfältige Überprüfung dessen Wirksamkeit. Der erste, von 2012-2014 gültige Nationale Aktionsplan hat nicht die Ergebnisse gebracht, die wir uns erhofft haben. Im Gegenteil: Die Identifizierung und er Schutz von Opfern von Menschenhandel ist in der Schweiz immer noch ungenügend. Die kantonalen Unterschiede sind immens, wenn ein Opfer nicht mit der Strafverfolgung kooperiert, muss es die Schweiz in der Regel umgehend verlassen. Und es hat sich eine neue Kategorie von Opfern aufgetan, die ungenügend geschützt werden. Nämlich Opfer von Menschenhandel, die sich im Asylverfahren befinden.
 
Situation von Opfern im Asylverfahren prekär
Asylsuchende Opfer von Menschenhandel befinden sich in einer alarmierenden Situation. Sie werden kaum als Opfer identifiziert und selbst wenn, dann nicht ausreichend geschützt. Wenn sie sich in einem Dublin–Verfahren befinden, müssen sie die Schweiz umgehend verlassen. Diesen Opfern wird damit die Möglichkeit genommen, die ihnen nach nationalem und internationalem Recht zustehenden Opferrechte wahrzunehmen.
 
Konkrete Resultate gefordert
Der neue NAP nimmt wichtige Aspekte wie die Verbesserung der Situation im Asylbereich auf. Mit dem Inkrafttreten des zweiten NAP ist die Schonfrist vorbei. Wir fordern vom Bund, genau zu überprüfen, ob der neue NAP tatsächliche Verbesserungen mit sich bringt. Jetzt braucht es konkrete Resultate in Form von wesentlich mehr Identifizierten, einheitlichen Opferschutzstandards schweizweit, auch für Opfer, die sich im Asylverfahren befinden.
 
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Rebecca Angelini, Öffentlichkeitsbeauftragte der FIZ, 044 436 90 09

 Medienmitteilung vom 13. April 2017