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Aktuell

Medienmitteilung vom 13. April 2017

Die Schonfrist ist vorbei. Der zweite Nationale Aktionsplan muss konkrete Verbesserungen bringen.

PGVO: Erleichterungen für Sexarbeiter_innen

Ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Diskriminierung von Sexarbeiter_innen.

Tagung Menschenhandel und Asyl

Impressionen zur ausgebuchten Fachtagung vom 20. März in Bern

Medienmitteilung vom 18. März

Menschenhandel und Asyl: Problemlage, Handlungsbedarf, Tagung am 20. März in Bern


Beratungsstelle für Migrantinnen

Wie berät die FIZ Sexarbeiterinnen?

NZZ vom 11. Februar

Sexarbeit: diverse Artikel zur aktuellen Situation

Fall Maria* - Stand der Dinge

Fall Maria* - Stand der Dinge


Makasi ist in der Schweiz die einzige spezialisierte Anlaufstelle für Betroffene von Frauenhandel

Spezialisierte Intervention

Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind, benötigen aufgrund ihrer prekären Situation und häufig massiven Traumatisierung ein zugeschnittenes Angebot. Im Ausland von Menschenhändlern unter falschen Versprechungen angeworben, werden Frauen in der Schweiz als Sexarbeiterinnen, in Cabarets oder in anderen prekären Arbeitsverhältnissen wie beispielsweise als Haushaltshilfen, in der Kinderbetreuung oder in der Gastronomie ausgebeutet. Meist ohne Aufenthaltsbewilligung, ohne Geld und soziales Netz sind sie den Menschenhändlern, Zuhältern und Arbeitgebenden ausgeliefert. Sie werden auf unterschiedliche Weise unter Druck gesetzt, genötigt und eingeschüchtert und sind teilweise schwer traumatisiert. Makasi bietet diesen Frauen eine umfassende Unterstützung, unabhängig davon, ob sie gegen die Täter aussagen oder nicht. Frauen, die Täter anzeigen, begleitet FIZ Makasi bis vor Gericht.

Die Beratungen und Begleitungen von Betroffenen von Frauenhandel basieren unter anderem auf dem Opferhilfegesetz (Artikel 9 OHG). Die Beratungen sind vertraulich und unentgeltlich für Betroffene. Ebenso werden dem Opfer gleichgestellte Personen, wie enge Vertraute oder Familienmitglieder, beraten.

Für die Beratungen und Begleitungen ist spezialisiertes Fachwissen der Mitarbeitenden zur Situation der jeweiligen Herkunftsländer der Betroffenen und der diversen Vermittlungs- und Ausbeutungsmechanismen des Frauenhandels, der spezifischen Situation in der Schweiz sowie der politischen und rechtlichen Realität zentral.
 

Grundhaltung

Betroffene von Menschenhandel erleiden schwerste Verletzungen ihrer grundlegenden Rechte. Sie erleben nicht nur sexuelle, physische und/oder psychische Gewalt, sondern oft auch strukturelle Einschränkungen. Mit Unterstützung von Makasi sollen sie wieder die Regie über ihr Leben führen und in ihren Stärken und Handlungskompetenzen unterstützt werden. In der Beratung sind Respekt und Toleranz zentrale Werte.

Die Ressourcen und Bewältigungsstrategien der Frauen, die sogenannten Lebensstärken, sollen erkannt und nutzbar gemacht werden. Die Beziehung zur Klientin gestaltet sich auf gleicher Augenhöhe. Die Klientin ist die Entscheidende und Handelnde und wird in ihrer Entscheidungsfindung von der Beraterin unterstützt. Alle Interventionen werden gemeinsam besprochen. Sie wird ermächtigt und weiss über ihre Angelegenheiten Bescheid.

Einfühlungsvermögen, Parteilichkeit und Ganzheitlichkeit sind die Prinzipien unserer Beratungsarbeit. Das heisst, wir stellen uns grundsätzlich auf die Seite der Frauen, unabhängig von ihrer Hautfarbe, Herkunft, Religion, ihrem sozialen Status und unterstützen jede Bestrebung nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.
 

Auszeichnung für Makasi

Im November 2006 wurde FIZ Makasi mit dem Förderpreis der Stadt Zürich für die Gleichstellung von Mann und Frau ausgezeichnet. Damit anerkannte der Stadtrat die Pionierleistung der Beratungsstelle, die im Jahr 2004 ins Leben gerufen wurde.

Mehr zum Thema Frauenhandel finden Sie hier.